Dienstag, 23. Juni 2015

SZ "Eine hingeklatschte Fünf ist nicht hilfreich"

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SZ: Noten in der Schule
"Eine hingeklatschte Fünf ist nicht hilfreich"



Viele Schüler fragen sich nicht nur vor der Zeugnisvergabe: Wie gerecht sind die Zensuren? Gibt es Alternativen? Der Chef des Philologenverbands kennt kein System, das so "praktikabel und transparent funktioniert".
Von Johann Osel
zum Artikel Süddeutsche Zeitung


Vor einigen Tagen habe ich unter dem Post "Zeugnis Endspurt" schon beschrieben,

zum Post

dass Lehrer die Aufgabe haben, Leistungen eines Schülers zu ermitteln und dann zu bewerten. Das Ergebnis ist zumeist eine Ziffernote. Noten sind allerdings immer subjektiv, Noten sind allerdings immer nur eine Momentaufnahme.

Immer wieder wird gefordert, die Ziffernote im Zeugnis abzuschaffen, stattdessen Textzeugnisse auszugeben.

Beispielsweise Schüler und ihre Eltern bekommen ein Textzeugnis, zu dem Fach Mathe sind fünf Sätze Beschreibung der Leistungen und der Lernentwicklung aufgeführt. Aus den fünf Sätzen kann mehr heraus gelesen werden als wenn da einfach nur stehen würde "Mathematik ausreichend". Das ist sicher.

ABER. Ein Textzeugnis der Schule könnte gleiche Auswirkungen haben wir ein (Text-) Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber - es wird mitunter um ein einzelnes Wort gestritten. Eine ganze Zunft an Anwälten und Buchautoren lebt davon, Arbeitszeugnisse zu "übersetzen". Da wird bis zu den Gerichten getrieben, ob "volle" und "vollste" Zufriedenheit die richtige Formulierung im Zeugnis sei.

Somit stehen wir vor einem Problem: Ziffernote ist nicht tauglich. Textzeugnis ist nicht tauglich. Wie also den Knoten auflösen?





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