Donnerstag, 23. Juli 2015

Zeugnisse - Mythen, die nicht stimmen


© contrastwerkstatt - fotolia.com






Die Bundesländer im Norden haben die Jahreszeugnisse längst ausgegeben, in dieser Woche sind die Länder im Süden der Republik an der Reihe.





1. Oft begegnet mir der Mythos, dass ein Zeugnis, das schlechte Noten enthalte, vom Elternteil nicht unterschrieben werden dürfe. Dahinter steckt wohl die Angst, durch eine getätigte Unterschrift etwas anzuerkennen.

Es kann ganz deutlich gesagt werden:
Die Unterschrift des Elternteils unter dem Zeugnis als urkundlicher Nachweis bestätigt nur, dass Kenntnis davon genommen worden ist. Mit der Unterschrift wird keine Waschmaschine bestellt, es wird auf keine Rechtsschutzmöglichkeit verzichtet, eine als ungerechtfertigt angesehene Note wird nicht anerkannt.

Wenn das Zeugnis von einem Elternteil unterschrieben worden ist, kann ohne jegliche Probleme Widerspruch gegen das Zeugnis erhoben werden. Rechtsschutzmöglichkeiten wurden durch die Unterschrift ja nicht ausgeschlossen.


2. Weiterhin hält sich eine Fehlvorstellung auch ziemlich hartnäckig: Während der 6 Wochen Sommerferien ist die Schule komplett geschlossen und die Lehrer haben solange Ferien.

Irrtum. Natürlich dürfen Menschen, die in einer Schule arbeiten, auch in den Sommerferien Urlaub machen. Sechs Wochen lang auf Hawaii am Strand liegen oder sechs Wochen lang die Schule nicht betreten müssen, ist aber völliger Unsinn.

Mitglieder der Schulleitung sind in den Sommerferien fast durchgängig anwesend.

Lehrkräfte müssen meist ab Ferienwoche 5 schon wieder in die Schule - zu Konferenzen, Nachprüfungen abhalten, etc.

Mitarbeiter in Schulbehörden sind von den Sommerferien unabhängig.




Klick Kontaktaufnahme