Montag, 12. Oktober 2015

sonderpädagogische Förderung in Schule


Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen oder Behinderungen haben Anspruch auf sonderpädagogische Förderung (Schulgesetz Hessen, Schulgesetz Baden-Württemberg) und können Förderschulen (Sonderschulen) besuchen.
Förderung soll auch Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten oder bei Erziehungshilfe zuteil werden.

In den Bundesländern sind die Bezeichnungen unterschiedlich, auf die Wortwahl jedes Bundeslandes wird zur besseren Lesbarkeit nicht eingegangen.


Verfahren zur Feststellung

Das Verfahren zur Feststellung beginnt mit der Antragstellung meist durch die Schule. Dann sind Überprüfungen durch den Förderschullehrer in Form von beispielsweise pädagogisch-diagnostischen Untersuchungen oder Unterrichtsbesuchen, gegebenenfalls sind auch ergänzende Untersuchungen durch den Schularzt oder den Schul-Psychologen vorgesehen.

Auf der Grundlage solcher Untersuchungsergebnisse trifft die zuständige Schulbehörde anhand der Akten eine Entscheidung über die Feststellung einer sonderpädagogischen Förderung.


Überprüfung der Entscheidung möglich

Die Feststellung der sonderpädagogischen Förderung kann gerichtlich auf Richtigkeit hin überprüft werden. Gegen die Feststellung der sonderpädagogischen Förderung kann auch vor Gericht geklagt werden, meist wird vorher ein Widerspruchsverfahren geführt.


Sonderschule oder Regelschule?

Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird vom Amt entschieden, ob der Schüler eine Regelschule (allgemeine Schule) oder einer Förderschule mit einem bestimmten Förderschultyp zugewiesen (Zuweisung) wird.

Bestimmte Typen von Förderschulen unterrichten allerdings nicht nach dem Lehrplan einer allgemeinen Schule (Regelschule), an diesen bestimmten Förderschultypen kann auch kein allgemeiner Schulabschluss erworben werden.

Die Entscheidung, welche Schule ein Kind oder Jugendlicher bei festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf besuchen soll, ist sehr sorgsam zu treffen.


Überprüfung der Entscheidung möglich

Vor allem die schulbehördliche Zuweisung eines Schülers an eine Förderschule kann auch gerichtlich auf Richtigkeit hin überprüft werden, meist wird vorher ein Widerspruchsverfahren geführt.

Frist unbedingt einhalten

Schnelles Handeln ist angezeigt. Feststellung und Zuweisung können nur innerhalb eines Monats angegriffen werden.