Mittwoch, 18. November 2015

unzureichende Vorbereitung auf (IHK) Prüfung

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Wenn Schülern, Auszubildenden oder Anwärtern in einer Prüfung dämmert, dass sie eine Prüfungsaufgabe nicht werden lösen können, weil das Thema in ihrer Ausbildung überhaupt nicht behandelt oder nicht ausreichend geübt worden ist.

In einer solchen Situation stellt sich die Frage "was tun?".

Wer als Prüfling im Unterricht schläft, nicht lernt und nicht übt, wird in der Prüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern.

Aber auch der fleissige Prüfling kann in der Prüfung scheitern, nämlich dann, wenn er nicht ausreichend auf die Prüfung vorbereitet worden ist.

  • Eine lückenhafte Ausbildung und eine fehlende oder unzureichende Vorbereitung auf eine Prüfung können vorkommen, nämlich dann, wenn Lehrkräfte längere Zeit krank sind und bei den Schülern oft Unterricht ausfällt. 
  • Manche Lehrkraft macht auch schlicht schlechten Unterricht, bei dem die Schüler nichts oder wenig lernen. 
  • Manchmal ist auch der Stoff zu viel, der Lehrer packt den Lehrplan nicht.

Bei den Azubis anzutreffen, dass sie nicht ausgebildet werden, sondern lediglich als günstige Arbeitskräfte schuften müssen.

Ähnlich kann es Anwärtern ergehen.

Somit: Prüflinge wurden gar nicht oder nur unzureichend auf ihre Prüfung vorbereitet. Prüfung meint dabei die IHK-Abschlussprüfung oder die Mathe-Klassenarbeit.

Unsere Kanzlei hat einen Auszubildenden vertreten, der durch die drei Versuche der IHK-Abschlussprüfung durchgefallen war.

Im Gerichtsverfahren wiederholten wir wie schon zuvor der Lehrling, dass die Ausbildung lückenhaft und dürftig gewesen sei.

Das Verwaltungsgericht entschied:
"... Darüberhinaus muss ein Prüfling, wenn er geltend macht, er fühle sich der Prüfung wegen seiner Meinung nach unzureichender Ausbildung nicht gewachsen und er könne die Prüfung deshalb noch nicht ablegen,

dies vor Beginn der Prüfung dem Prüfungsamt oder dem Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungsausschusses gegenüber geltend machen. ..."

Von Schülern, Auszubildenden und Anwärtern wird erwartet,
dass sie eine gänzlich fehlende oder eine unzureichende Prüfungsvorbereitung geltend machen, bevor sie sich einer Prüfung stellen.

TIPP sich vor der Prüfung schriftlich beschweren!

  • Schüler motzen schriftlich bei ihrer Schulleitung oder bei der zuständigen Schulbehörde.
  • Azubis wenden sich schriftlich an die zuständige IHK oder an die zuständige HWK.
  • Anwärter beschweren sich schriftlich unter Einhaltung des Dienstwegs bei ihren Dienstvorgesetzten.
  • Auch der Vorsitzende des jeweiligen Prüfungsausschusses kann angeschrieben werden.

Azubis haben Rechte, zum Beispiel auf die Vermittlung der Ausbildungsinhalte, wie der Berufsbildungsexperte der IHK in einer Pressemeldung betonte.