Dienstag, 26. Januar 2016

Schulwahl ab Klasse 5 - worum geht es?

Ausgangssituation

Manches Kind soll einmal durch die Stadt fahren müssen, um zu seiner neuen Schule zu gelangen. Manche Familie möchte ihr Kind unbedingt auf einem G9-Gymnasium beschulen lassen, dass die behördliche Schülerlenkung G8 entscheiden könnte, sorgt anscheinend für Angst. 

Für Schüler und ihre Familien ist die Wahl der weiterführenden Schule ab Klasse 5 auch in diesem Jahr wieder nicht leicht.

Leider besteht seit Jahren die immer gleiche Problematik:
Schüler und ihre Eltern dürfen nur den Bildungsgang wählen (quasi Gymnasium oder Realschule),
aber eben nicht die gewünschte konkrete Einzelschule. 

konkrete Schule - Schwerpunkte, Profile, Sprachenfolge, Abschlüsse

Zumeist Gymnasien unterscheiden sich aufgrund von Schwerpunktbildungen, Profilen, Zertifizierungen oder erreichbaren Abschlüssen so weit voneinander, dass im Vergleich der Gymnasien miteinander von identischen Schulen längst nicht mehr gesprochen werden kann.

Gymnasien bilden fachliche Schwerpunkte aus, schaffen sich ein individuelles pädagogisches Profil oder bieten neben dem Abitur weitere Abschlüsse an (z. B. IB). Es gibt Schulen mit einer bestimmten Sprachenfolge (z. B. Spanisch als 1. Fremdsprache oder Russisch als 3. Fremdsprache), oder mit einer Musikklasse, oder mit MINT-Schwerpunkt, sogar mit MINT-Unterricht ausschließlich in englischer Sprache.

Aber auch Halbtags- oder Ganztagsschule und die Angebote, die bestimmte Schulen am Nachmittag freiwillig oder verpflichtend anbieten, sind hier zu nennen.

Alle Gymnasien halten zwar einen Unterricht entsprechend den Vorgaben des Lehrplans Gymnasium ab und verleihen den Abschluss Abitur, der Unterricht kann aber nur als „gymnasiale Grundversorgung“ angesehen werden.

Gymnasien bieten nämlich darüberhinaus Zusätzliches an. Hochschulen und mögliche spätere Arbeitgeber schauen nicht nur auf den Abschluss Abitur, ein einzelnes Fach mit einer bestimmten Note oder eine Fremdsprache mit einem bestimmten erreichten Level geben manchmal den Ausschlag für den Studienplatz oder den Job.

Die häufig anzutreffende Meinung, an jedem Gymnasium könne der Abschluss Abitur erreicht werden, das reiche ja wohl - dies wird den Anforderungen der heutigen Zeit in keinster Weise mehr gerecht.