Donnerstag, 7. Juli 2016

Irrtümer über Zeugnisse halten sich hartnäckig


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Irrtum 1
Oft höre ich, dass ein Zeugnis, das schlechte Noten enthalte, vom Elternteil nicht unterschrieben werden dürfe. Dahinter steckt wohl die Angst der Eltern, durch eine getätigte Unterschrift etwas anzuerkennen.

Die Unterschrift der Mutter oder des Vaters auf dem Zeugnis als urkundlicher Nachweis bestätigt nur, dass Kenntnis davon genommen worden ist. 

Es kann ganz deutlich gesagt werden:
Mit der Unterschrift wird keine Waschmaschine bestellt, es wird auf keine Rechtsschutzmöglichkeit verzichtet, eine als ungerechtfertigt angesehene Note wird nicht anerkannt.

Wenn das Zeugnis von einem Elternteil unterschrieben worden ist, kann danach ohne jegliche Probleme Widerspruch gegen das Zeugnis erhoben werden. Rechtsschutzmöglichkeiten wurden durch die Unterschrift auf dem Zeugnis nämlich überhautp nicht ausgeschlossen.

Als Mutter oder Vater können Sie das Zeugnis Ihres Kindes ruhigen Gewissens unterschreiben.

Irrtum 2
Weiterhin hält sich eine Fehlvorstellung auch ziemlich hartnäckig: 
Während der 6 Wochen Sommerferien ist die Schule komplett geschlossen und die Lehrer haben solange Ferien.

Natürlich dürfen Menschen, die in einer Schule arbeiten, auch in den Sommerferien Urlaub machen. Sechs Wochen lang auf Hawaii am Strand liegen oder sechs Wochen lang die Schule nicht betreten müssen, ist aber völliger Unsinn.

Mitglieder der Schulleitung sind in den Sommerferien fast durchgängig anwesend.

Lehrkräfte müssen meist ab Ferienwoche 5 schon wieder in die Schule - sie müssen an Konferenzen teilnehmen, Nachprüfungen abhalten, etc.

Mitarbeiter in Schulbehörden sind von den Sommerferien unabhängig.

Während den Sommerferien wird in Schulen und in Schulbehörden gearbeitet (meistens).