Mittwoch, 25. Januar 2017

Schulbezirk wechsel dich

Ihr Kind möchte zusammen mit seinen Freunden eine bestimmte Grundschule besuchen. Was bedeutet eigentlich diese Vorschrift "Grundschulbezirk"? Bedeutsam für Ihr Kind, wenn Ihre Familie und die Freunde Ihres Kindes in verschiedenen Stadtteilen wohnen.

Es kann aber noch andere Gründe geben, warum Sie die zuständige Grundschule nicht für die "richtige" Grundschule halten.
  • Auf Antrag hin und aus wichtigem Grund kann der Besuch einer anderen als der zuständigen Schule durch Gestattung bzw. Zuweisung erfolgen.

Schulpflicht und Schulbezirk

Schulpflicht
In den deutschen Bundesländern gilt die Schulpflicht. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr bis zu einem Stichtag vollendet haben, beginnt in der Regel die Schulpflicht.

Das verfassungsrechtlich gesicherte elterliche Erziehungsrecht gibt den Eltern grundsätzlich das Recht, eine Schule für ihr Kind zu bestimmen.

Allerdings kann das staatliche Schulwesen nicht jeder individuellen Begabung eines Kindes Rechnung tragen. Insofern können Eltern und Schüler - mit Einschränkungen - aus den vorhandenen „standardisierten“ Bildungseinrichtungen auswählen.
Den Begriff "freie Schulwahl" sollten Sie als Eltern daher nicht allzu wörtlich nehmen.

Schulbezirk

Ob eine Grundschule ein Kind aufnimmt, wird meist von dem Wohnort innerhalb eines Schulbezirks abhängig gemacht. Schüler gehen in die Grundschulen, in deren Bezirk sie bzw. ihre Eltern den Wohnsitz haben (Schulbezirk oder Schulsprengel). Schüler erfüllen ihre Schulpflicht in der jeweils örtlich zuständigen Grundschule.


Schulbezirkswechsel

Antrag
Möchten Sie Ihr Kind in einer "unzuständigen" Grundschule (Grundschule in einem anderen Stadtteil bzw. Stadtbezirk) einschulen bzw. beschulen lassen, so können

  • Sie als Eltern einen Antrag auf Gestattung des Besuchs einer anderen als der zuständigen Schule stellen - sog. Gestattungsantrag in Hessen -

  • bzw. Sie als Eltern in Rheinland-Pfalz können die Zuweisung an eine andere Grundschule beantragen.